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Die Jagd

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Das Fest ist zu Ende, es beginnt die Jagd

Die Jagd Kritik

Die Jagd Kritik
16 Kommentare - 09.11.2018 von MobyDick
In dieser Userkritik verrät euch MobyDick, wie gut "Die Jagd" ist.

Bewertung: 4 / 5

Achtung: Das ist eher ein Vergleich der beiden Vinterberg Filme "Das Fest" und "Die Jagd" als eine astreine Besprechung des Filmes die Jagd. Dazu muss ich sagen, dass es etwas her ist, dass ich beide Filme mal gesehen habe, das Fest nun schon locker mal 15 Jahre, dennoch versuche ich es. Sollten sich hier Fehler einschleichen, gerne im Kommentar-Feld anmerken :-)

Als Vinterberg damls mit "Das Fest" Dogma salonfähig machte, erzählte er gleichzeitig eine Geschichte über sexuellen Kindesmißbrauch an sich und der Gesellschaft, wie sie damit umgeht. Das war eindringlich, teilweise schwer zu ertragen, teilweise sehr platt, aber immer mitreissend, da man mitten im Geschehen drin war - und das mit minimalsten Mitteln.

Die Jagd ist nun sein nächster Film zum gleichen Thema, oberflächlich mit den gleichen Schwerpunkten, nur halt diesmal aus der Sicht des gesetzten Filmemachers, der inszenatorisch keine Sperenzchen mehr machen muss: Eine Geschichte über einen vermeintlichen Kindesmißbrauch und der Umganges der Gesellschaft damit.

Nur könnte es inhaltlich auf den ersten Blick gar nicht unterschiedlicher sein in der Geschichte und der Erzählung an sich. Doch ist Die Jagd tatsächlich eine späte Abkehr vom Fest?

Das Fest erzählt die Geschichte des runden Geburtstages des Patriarchen einer wohlsituierten Familie, welches pompös gefeiert werden soll. Die entfremdeden Kinder treffen ein, und später erzählt ein Sohn vor allen Gästen freimütig, wie er und seine mittlerweile verstorbene Schwester immer wieder als Kinder vom Vater mißbraucht wurden. Er wird ignoriert, das Fest (d.h. alle Gäste) wird unvermindert fortgeführt. Der Sohn wiederholt die Anschuldigungen vehement und wird immer stärker vom eigenen Bruder angegriffen, die Fest-Gesellschaft feiert einfach weiter und ignoeriert den Störenfried.

Die Jagd handelt von einem ehemaligen Gymnasiallehrer, der mittlerweile notgedrungen in einem verschlafenen Nest als Kindergärtner arbeiten muss. Er wird irgendwann fälschlicherweise von einem Mädchen beschuldigt, sie angegangen zu haben, daraus entspinnt sich dann eine Hexenjagd sondergleichen.

Die Unterschiede liegen auf der Hand: Auf der einen Seite findet der Geschädigte kein Gehör, auf der anderen Seite eskaliert aus einer naiven Aussage eines kleinen Mädchens eine Lawine der Empörung, die tief hinter die beschauliche Kulisse einer Dorfgemeinschaft blicken läßt.

So wirkt es auf den ersten Blick, als hätte Winterberg nach Jahrzehnten eine Art Anti-These zum Fest verfasst, da das Fest sehr plakativ war. Die Jagd soll nun leiser, subtiler daher kommen und die Fehler des erstgenannten konter karieren. Doch das ist nur die halbe Miete.

Im Grunde genommen ist die Jagd nämlich eine logische Fortführung des Festes mit den Mitteln eines reiferen Regisseurs, der seine Ansichten eben nicht geändert hat, sondern mittlerweile die reiferen Fragen stellt: Ging es beim Fest darum, dass die Menschen wie Lemminge sind, und aus Bequemlichkeit die Augen verschliessen, geht es jetzt darum, diese Fehler nicht mehr zu begehen, und den Kindern zuzuhören, dabei aber vor lauter Aktionismus nicht wirklich zuzuhören sondern den eigenen inneren Dämonen nachzugeben. Dabei ist das Fest neben der Mißbrauchsgeschichte gleichzeitig auch eine Geschichte über Faschismus und falschen Götzenanbetungen. Die Jagd hingegen ist naturalistischer und eher eine Sozialstudie über Existenzen am Rande und wie dann sich ein Mob organisieren kann. Auch hier also eine Allegorie auf den faschismus, nur subtiler und differenzierter. Ähnlich zur Novelle Andorra wird der Protagonist in eine Rolle gedrängt, aus der er sich aber - im gegensatz zur Novelle - stoisch mit eigener Kraft irgendwie zu retten vermag - oder etwa doch nicht?

Die Jagd macht auch nicht den Fehler, zu moralisch zu sein oder irgendwen als astreinen Bösewicht auszumachen, dazu ist der Film einfach zu reif, das ist die gesichtslose Menge, die sich schon ein Urteil gebildet hat. Selbst das Mädchen wird zwar als kleiner Lolita-Verschnitt präsentiert, aber nie als böse dargestellt, sie gerät in dieser Erwachsenenwelt zwar auch irgendwie zwischen die Fronten, aber zum Glück - und das muss ganz klar gesagt werden - nie zwischen die Mühlen.

Und wo man beim Fest fassungslos einfach weiter schaute bis zum bitteren Ende erwischt man sich bei der Jagd immer wieder bei Gedanken wie "Was hättest du getan?"

Und die Antwort fällt sehr erschreckend aus: "Zum Schutze deines Kindes bist du einfach bereit ihm zu glauben und ein fremdes Leben zu zerstören, als den Fehler zu begehen, deinem Kind nicht zu glauben, und sich dann Jahre später heraus stellt, dass da doch was war!"

Wie schon angedeutet bilden beide Filme aber eine Einheit und Die Jagd macht auch in erster Linie da weiter, wo das fest aufhörte. So ist immer noch ein sozialer Kommentar aus beiden Filme ableitbar: Der Patriarch im Fest ist unantastbar, weil stinkreich und noch voll im Saft, es scheint gewisse Abhängigkeiten zu geben, so dass die Leute (inkl. dem Bruder des Protagonisten) einfach mal alle Anschuldigungen überhören. Der Fall des Monsters resultiert letztendlich aus Innen heraus, als die Hunde des Faschismus ihre eigenen Herren fressen. Der Kindergärtner in der Jagd ist ein Eigenbrötler, von dem niemand abhängig ist, selbst sein Sohn lebt bei der Ex-Frau, und der am rande des Existenzminimum lebt. Da ist es ein Einfaches, diesen Nichtsnutz zu opfern. Im Grunde genommen ist beides eine Einheit.

Das Fest ist ein Schalg in die Magengrube in innovativer Verpackung: 8 Punkte

Die Jagd ist eine kontemplative Weiterführung derselben Themen, oberflächlich eine Antithese, aber im Grunde genommen das Pferd nur von hinten aufgezäumt: 8 Punkte

Und beiden Filmen ist gemein: Zuhören, aber richtig... und Konsequenzen, aber die richtigen

Die Jagd Bewertung
Bewertung des Films
810
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16 Kommentare
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Silencio : : Moviejones-Fan
12.11.2018 21:06 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 873 | Reviews: 41 | Hüte: 68

luhp:

Du, wie man Filme guckt, das weiß ich schon. Und ich komm auch ganz gut mit abstraktem zurecht...

Ein paar halbherzige Symbole in seinen Film zu packen, macht aber eben noch keine tiefergehende Sache daraus. Die Kunst an der Kunst ist doch, damit dann auch was zu machen. Anderenfalls könnte ja jeder kommen, zwei, drei Symbole in seinen Film packen und dann sagen, er hätte da was ganz deepes geschaffen. Mir ist schon klar, wohin der Refn in seinen letzten beiden Filmen möchte (er ist da auch nicht so subtil, um ganz ehrlich zu sein), er kommt nur nicht ans Ziel...

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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2018 20:53 Uhr | Editiert am 12.11.2018 - 20:56 Uhr
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Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.405 | Reviews: 140 | Hüte: 332

@Silencio

Lars von Trier ist sicherlich ein größerer Name als Thomas Vinterberg, aber bezogen auf die Dogma-Filme läuft Vinterbergs "Das Fest" Von Triers "Idioten" klar den Rang ab. Aber gut, auf den Kompromiss können wir uns einigen^^


Gerade in "Only God Forgives" steckt ziemlich viel Inhalt, man muss nur wissen, wie man solche Refn-Filme schauen muss. OFG transportiert seinen Inhalt rein über die Form - das Farbenspiel und diverse Symboliken wie z.B. die Hände als Äquivalent des verbalen Dialogs. Über die Qualität des Inhalts lässt sich dann natürlich streiten.

Meine Top 3 bilden da aktuell "Drive", "Walhalla Rising" und "The Neon Demon".
Mir fehlen aber noch die "Pusher"-Trilogie und "Bleeder".


Die Theorie bitte nicht zu ernst nehmen, das war ein Comedy-Review (ein Telefonat zwischen Refn und Gaspar Noe) eines etwas enttäuschten "Drive"-Fans, welches ich damals zu OFG gelesen habe. Ich fand es halt witzig und im Bezug auf Nolan ist ja durchaus etwas Wahres dran. Drei Superheldenfilme und danach blieb er im Blockbusterbereich, stets begleitet von Hans Zimmer.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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Silencio : : Moviejones-Fan
12.11.2018 18:09 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 873 | Reviews: 41 | Hüte: 68

Moby:

Ja, wobei ich da einzig die Aussage, "Drive" sei ein Remake des Hill Films (die ich öfter schon gelesen habe) für wirklich falsch halte. Dass man da ein paar Parallelen ziehen kann, denke ich aber schon. Gerade weil das so ein Barebones-Autofahrfilm ist (eigentlich ist der ja sogar NOCH simpler als Refns Film), fällt der Vergleich schon leicht. Dazu der bei beiden recht stilisierte Look...

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Silencio : : Moviejones-Fan
12.11.2018 18:04 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 873 | Reviews: 41 | Hüte: 68

luhp:

Joa, aber die Dogma-Bewegung ist ja selber nur eine recht kleine (und da wäre der von Trier ja DER große Name), deswegen find ich Klassiker (so ein Film mit absoluter Allgemeingültigkeit und so) ein bisschen viel. Klassiker des dänischen Kinos oder des Dogma-Films wäre ich aber bereit als Kompromiss anzunehmen. ;)

Sonst: "Fear X" hab ich mal unterschlagen, der ist ja eher ein Ausreißer in der Schaffensperiode, aber im Grunde liegst du da richtig. Mit Post-"Drive"-Refn hab ich halt das Problem, dass seine Filme durchaus Themen und Ideen haben, die aber kaum ausformuliert werden. Kurz: mal eben "PHILOSOPHIE!" in den Raum rufen und was wirklich interessantes zu sagen, das sind unterschiedliche Dinge. Das mag für stimmungsvolle Filme sorgen (wobei "Only God Forgives" halt ziemlich beschissen aussieht und die kontemplative Stimmung nicht darüber hinwegtäuscht, dass da nicht viel hintersteckt...), aber eben für keine guten.

Die Theorie halte ich übrigens für recht verkehrt - niemand würde den Refn zwingen, der nächste Nolan zu werden, wenn er "Batman 12: die Rückkehr des Kite Man" nicht drehen will, muss er das nicht. Und man darf dann halt mal fragen, warum er sich vor Jahren dauernd für "Wonder Woman" mit Christina Hendricks in der Hauptrolle ins Gespräch gebracht hat.

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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2018 17:44 Uhr | Editiert am 12.11.2018 - 17:47 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.405 | Reviews: 140 | Hüte: 332

@Silencio
"Das Fest" ist zumindest ein Klassiker des dänischen Kinos sowie des Dogma-Films und einer der ersten Filme, die einem da empfohlen werden. Und bei mittlerweile 20 Jahren auf dem Buckel kann den durchaus schon als Klassiker bezeichnen^^


@Nicolas Winding Refn

Er hat ja nur zwei Filme mit Gosling gedreht und "Drive" ist mit Abstand sein beliebtester und zugänglister bzw. mainstreamigstser Film. Was man von "Walhalla Rising" mit Mikkelsen aber natürlich auch von "Only God Forgives" mit Gosling nicht behaupten kann. Einer amüsanten Fantheorie nach, die ich mal gelesen habe, hat er OGF gedreht, um nach "Drive" nicht wie Nolan als Blockbuster-Regisseur zu enden^^

"dass sich Refns Filme beim Wechsel von Mikkelsen zu Gosling arg geändert haben."

Diesen "Gosling-Stil" etablierte NWR für sich aber schon mit seinem dritten Film "Fear X" (mit John Turturro in der Hauptrolle) im Jahr 2003 und das war noch vor den "Pusher"-Fortsetzungen und "Walhalla Rising".

Ich finde seine Filme nach wie vor faszinierend, auch wenn ich mir Werke wie "Only God Forgives" sicherlich nicht mehrmals ansehen muss. "The Neon Demon" war für mich aber schon mehr als nur ein langes Musikvideo - ein toller Kommentar zur Kunst und Künstlichkeit im Model- bzw. Modebusiness sowie zum Wesen natürlicher Schönheit.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.11.2018 17:35 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.146 | Reviews: 29 | Hüte: 181

Jep, den Driver hatte ich mir verkniffen, da er ja meistens als nicht ganz korrekter Vergleich herhält. Schade, was so ca. nach Ausgelöscht (dem einzig wahren Remake von Wild Bunch) aus Hill geworden ist

Dünyayi Kurtaran Adam
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Silencio : : Moviejones-Fan
12.11.2018 17:18 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 873 | Reviews: 41 | Hüte: 68

Moby:

Joa, "Thief" mit Hills "Driver" gekreuzt. Und dem superprallen Soundtrack - der leider diese ganze Synth- und Retrowave-Nachahmer nach sich gezogen hat.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.11.2018 16:58 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.146 | Reviews: 29 | Hüte: 181

Yup, Drive ist auch ziemlich cool, erinnert mich sehr stark an Thief mit James Caan, wobei Refn immer noch sein Ding durchzieht und auch konsequenter ist, aber danach - ?

Dünyayi Kurtaran Adam
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Silencio : : Moviejones-Fan
12.11.2018 16:28 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 873 | Reviews: 41 | Hüte: 68

luhp:

Man kann ja nicht alles gesehen haben. Man kann es nur versuchen. ;)

Abgesehen davon ist "Klassiker" für "Das Fest" wohl ein bisschen hochgegriffen, oder? laughing

Moby:

Uff, also "Drive" mochte ich noch sehr gerne, "Only God Forgives" halte ich dafür für kinematischen Auswurf. Es stimmt aber schon, dass sich Refns Filme beim Wechsel von Mikkelsen zu Gosling arg geändert haben. Aber der scheint auch irgendwie mit seinen letzten beiden Filmen (wobei "Neon Demon" zumindest für ein ganz tolles Musikvideo für den Soundtrack von CliffMartinez halte - nicht mehr, nicht weniger) den Touch verloren zu haben.

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.11.2018 16:07 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.146 | Reviews: 29 | Hüte: 181

luhp:

Erstmal danke für den Hut. Sehr gut möglich, dass das Fest besser als in meiner Erinnerung ist, vor allem da er ja schon inhaltlich ganz klar offensichtliche und hidden messages parat hat. Aber bei aller Qualität hat es mich nie gereizt, den Film ein zweites Mal zu schauen. Und auch das (Wiederholtes Schauen) ist für mich immer auch ein Zeichen für eine gewisse Qualität. Die Jagd hingegen könnte ich durchaus noch ein weiteres Mal schauen.

Aber wie du schon sagtest, es ist glaube ich Geschmackssache, was einem besser gefällt, und auch abhängig davon, wo man sich gerade selbst befindet.

Dünyayi Kurtaran Adam
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luhp92 : : BOTman Begins
12.11.2018 15:05 Uhr | Editiert am 12.11.2018 - 15:15 Uhr
0
Dabei seit: 16.11.11 | Posts: 10.405 | Reviews: 140 | Hüte: 332

@MobyDick
Ein schöner und in großen Teilen treffender Vergleich, allerdings würde ich nicht sagen, dass Vinterberg in "Das Fest" plakativ und unreifer als in "Die Jagd" vorging. Er wusste meiner Meinung nach schon genau, was er tat (die Dogma-Einschränkungen sind hier Gold wert), und ihm gelingt da eine vielschichtige, komplexe Gesellschaftsstudie mit einem ordentlichen Schlag in die Magengrube.

"Die Jagd" ist aber natürlich ebenfalls ein hervorragender Film, nur hat mir "Das Fest" in Sachen Spannung und Durchschlagskraft noch ein bisschen besser gefallen, das ist aber Jammern auf ganz hohem Niveau. "Das Fest" ist für mich eine klare 10/10, "Die Jagd" eine 9-9,5/10.

@Silencio
Wie? Was? Ich habe einen Klassiker gesehen, den du noch nicht gesehen hast?
Das überrascht mich jetzt etwas^^

@Mads Mikkelsen
Da könnte man im Bezug auf US-Produktionen abseits von "Hannibal" auch noch seine Schurkenrolle in "Casino Royale" nennen. Mir hat er aber ebenfalls als Tristan - einer der Ritter der Tafelrunde - in "King Arthur" gefallen, auch wenn er hier schauspielerisch natürlich nicht sonderlich gefordert war.

- "Sie sind ein Erpresser und ein Bandit, Mr. Shatterhand."
- "Willkommen in Amerika!"

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.11.2018 15:05 Uhr
0
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.146 | Reviews: 29 | Hüte: 181

Wo er mir auch ungemein gefällt ist die Pusher Trilogie, vor allem wie er in Teil 2 diesem strunzdoofen Chaoten aus dem ersten Teil so eine Tiefe verleiht, war damals der Hammer. Seitdem bin ich auch ein Fan von ihm.

A Propos Refn, heute scheint er ja Gosling als seinen Alter Ego anzunehmen, als er noch Mikkelsen dafür hatte, fand ich seine Filme irgendwie zugänglicher.

Dünyayi Kurtaran Adam
MJ-Pat
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Raven13 : : Desert Ranger
12.11.2018 13:54 Uhr | Editiert am 12.11.2018 - 13:55 Uhr
0
Dabei seit: 13.02.16 | Posts: 465 | Reviews: 15 | Hüte: 46

@ MobyDick

"Mikkelsen ist der absolute Hammerdarsteller, und von den ganzen Hollywoodsachen wo er mitgemischt hat und noch tut, war einzig Hannibal in den Regionen, die ihm was abverlangen, ansonsten wird der gute Mann ziemlich unter Wert gehandelt."

Kann ich nur bestätigen. Schaue gerade die Hannibal-Serie und bin gerade bei Staffel 3 angelangt. Sehr geile Serie und extrem spannend. Mads Mikkelsen ist einfach ein genialer Schauspieler.

"Die Jagd" klingt auch ziemlich interessant. Mal sehen, ob ich mir den demnächst auch mal anschauen werde.

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Silencio : : Moviejones-Fan
12.11.2018 13:36 Uhr
0
Dabei seit: 17.08.17 | Posts: 873 | Reviews: 41 | Hüte: 68

Moby:

Ja, in "Hannibal" (das muss ich auch endlich mal zu Ende schauen...) darf er ja ordentlich vom Stapel lassen und so ziemlich alle Register ziehen. Sonst kriegt Hollywood den aber leider nicht geknackt, dabei könnte der so manchen A-Lister locker in die Tasche stecken. Alleine was der beim Refn für eine Wandlungsfähigkeit zeigt (von seinen anderen Rollen in der Heimat ganz zu schweigen...), ist beeindruckend.

Ich leih den heute Abend mal bei Amazon aus, dann bin ich gezwungen den in den nächsten 30 Tagen zu schauen, dann kann ich gegebenenfalls Rückmeldung geben. ;)

(Und ja, bei der riesigen Auswahl im Streamingdschungel muss ich Mittel und Wege finden, mich zu etwas zu zwingen...)

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MobyDick : : Moviejones-Fan
12.11.2018 12:57 Uhr
1
Dabei seit: 29.10.13 | Posts: 3.146 | Reviews: 29 | Hüte: 181

Freut mich, dass ich dich für das Fest gewinnen konnte :-)

Kannst da bei Gelegenheit berichten, wie du ihn empfunden hast, auch gerne als Vergleich. Wie gesagt, bei mir ist es schon ewig her, daher kann es sein, dass nicht alles was ich schrieb akurat ist und einiges aus meiner Erinnerung heraus Einbildung war (siehe daher auch den Disclaimer am Anfang), also falls da Korrekturbedarf ist, auch immer gerne her damit :-)

Mikkelsen ist der absolute Hammerdarsteller, und von den ganzen Hollywoodsachen wo er mitgemischt hat und noch tut, war einzig Hannibal in den Regionen, die ihm was abverlangen, ansonsten wird der gute Mann ziemlich unter Wert gehandelt.

Dünyayi Kurtaran Adam
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